Wagenheber Test: Die besten Wagenheber im Vergleich

Wagenheber sind unentbehrlich zum Wechseln der Reifen. Es befinden sich unzählige Modelle auf dem Markt. Sie unterscheiden sich in der Ausstattung, Handhabung und natürlich auch im Preis. Um Ihnen die Kaufentscheidung etwas zu erleichtern, haben wir verschiedene Modelle in einem ausführlichen Test verglichen. Eines der wichtigsten Kriterien ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser Wagenheber Test stellt die besten vor.

Wagenheber Testsieger (Bestenliste 2017)

Letzte Aktualisierung am: 20.01.2017

Wie wähle ich den richtigen Wagenheber?

Carpoint 0613002 Scherenwagenheber im TestViele Fahrzeughalter lassen den Reifenwechsel in einer Werkstatt durchführen. Dabei fallen hohe Kosten an. Deshalb ist es in den meisten Fällen auf Dauer günstiger, sich einen eigenen Wagenheber anzuschaffen. In vielen Fahrzeugmodellen gehört ein Wagenheber zwar bereits zur Grundausstattung, doch diese sind meistens nicht von guter Qualität. Zudem ist die Bedienung bei diesen Geräten häufig recht umständlich. Falls Sie sich mit dem Gedanken befassen, einen brauchbaren Wagenheber anzuschaffen, sollten Sie sich unseren Ratgeber durchlesen. Bei unserem Test haben wir alle relevanten Aspekte geprüft.

Was muss ein brauchbarer Wagenheber können?

Ein Wagenheber hat die Aufgabe, ein Fahrzeug so weit anzuheben, dass ein Reifenwechsel durchgeführt werden kann. Das ist die wichtigste Aufgabe für jeden Fahrzeughalter. Im professionellen Einsatz muss es mit einem Wagenheber auch möglich sein, eine angehobene Last zu rangieren. Die Bedienung sollte einfach sein. Er sollte zudem nicht so schwer sein, damit er leicht transportiert werden kann. Ist ein Wagenheber zu unhandlich, wird er nicht häufig benutzt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist di Sicherheit. Ein aufgebocktes Fahrzeug sollte sicher stehen. Besonders wichtig ist auch, dass ein aufgebocktes Fahrzeug wieder vorsichtig heruntergelassen werden kann.

Soll es ein mechanischer oder ein hydraulischer Wagenheber sein?

Mechanische Wagenheber sind in der Regel sogenannte Scherenwagenheber. Sie werden unter das Fahrzeug gestellt. Mittels einer Kurbel wird dann das Fahrzeug angehoben. Dazu ist mehr oder weniger Muskelkraft erforderlich. Vorteilhaft bei diesen Geräten sind die kompakte Bauweise sowie das geringe Gewicht. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Anschaffungspreis. Eine Unterbringung im Kofferraum ist problemlos möglich. Ein solcher Wagenheber ist deshalb auch gut geeignet, um unterwegs einen Reifenwechsel durchzuführen. Hydraulisch betätigte Wagenheber sind deutlich schwerer. Dafür ist die Bedienung einfacher. Sogar beim Anheben schwerer Fahrzeuge ist lediglich ein geringer Kraftaufwand erforderlich.

Welche Lasten müssen mühelos angehoben werden?

Wagenheber gibt es mit Tragkräften zwischen 1500 und 3500 Kilogramm. Da ein Fahrzeug in den meisten Fällen nur an einer Seite angehoben wird, ist eine Tragkraft von 1500 Kilogramm ausreichend. Je höher die Tragkraft ist, desto einfacher ist die Arbeit. Insbesondere bei Rangierwagenhebern sollte grundsätzlich immer ein Gerät mit einer Hubkraft von mindestens 2000 Kilogramm benutzt werden. Für das Anheben von Nutzfahrzeugen und Landmaschinen sind noch deutlich leistungsfähigere Wagenheber erforderlich.

Spielt die maximale Hubhöhe eine wichtige Rolle?

Beim Kauf eines Wagenhebers sollte sowohl die minimale als auch die maximale Hubhöhe beachtet werden. Die minimale Hubhöhe ist wichtig, falls auch tiefer gelegte Fahrzeuge aufgebockt werden. Da kann es schon passieren, dass ein herkömmlicher Wagenheber nicht unter das Fahrzeug passt. Die maximale Hubhöhe ist aber noch wichtiger. Um ein Fahrzeug so weit anzuheben, dass ein Rad abmontiert werden kann, ist eine Hubhöhe von etwa 350 Millimetern erforderlich. Bei Fahrzeugen mit einer größeren Bodenfreiheit, wie beispielsweise bei Geländewagen oder SUV, ist eine Hubhöhe von 500 Millimetern erforderlich. Reicht die Hubhöhe nicht aus, müssen noch zusätzliche Klötze oder andere Hilfsmittel auf den Auflageteller des Wagenhebers gelegt werden. Das beeinträchtigt die Sicherheit.

Gibt es Unterschiede beim Komfort der Wagenheber?

Kunzer WK 1032 im TestAuch bei der Handhabung und dem Komfort treten große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen auf. Bei günstigen Wagenhebern sind die Auflageteller relativ klein und aus Metall. Beim Anheben eines Fahrzeugs muss deshalb vorsichtig vorgegangen werden. Es führt häufig zu Schäden am Unterboden. Dieses Problem tritt insbesondere dann auf, wenn der Mechaniker noch unerfahren ist. Besser sind Wagenheber, an deren Auflageteller bereits Kunststoff- oder Gummiplatten montiert sind. Damit ist das Risiko von Beschädigungen am Unterboden des Fahrzeugs gebannt. Hochwertige Wagenheber sind auch mit Kunststoff ummantelten Pumpenhebeln ausgestattet. Dadurch wird verhindert, dass während des Pumpens Beschädigungen an der Karosserie auftreten. Des Weiteren sind Wagenheber für den professionellen Einsatz auch mit einer sogenannten intelligenten Hydraulik ausgestattet. Das bedeutet, dass sich die Pumpbewegungen nach der jeweiligen Belastung richten. In der Praxis macht sich das so bemerkbar, dass nur ein einzelner Pumpenhub erforderlich ist, damit der Auflageteller an der Unterseite der Karosserie anliegt.

Muss bei einem Wagenheber auch auf die Größe geachtet werden?

Die Größe eines Wagenhebers ist sehr wichtig. Das gilt insbesondere für die Länge und die Breite. Je länger ein Rangierwagenheber ist, desto größer kann der Abstand zum Fahrzeug sein. Ein größerer Abstand bedeutet, dass das Risiko von Beschädigungen minimiert wird. Die Breite hingegen ist wichtig für einen sicheren Stand. Ist ein Wagenheber zu schmal, besteht die Gefahr des Umkippens. Es sollte aber auch auf das Gewicht geachtet werden. Einfache Scherenwagenheber wiegen lediglich 2 bis 3 Kilogramm. Hydraulische Rangierwagenheber für Hobbyschrauber wiegen bereits um die 10 Kilogramm. Hydraulische Rangierwagenheber, die auch für den professionellen Einsatz geeignet sind, wiegen zwischen 30 und 40 Kilogramm.

Fazit: Ein Wagenheber sollte immer den Anforderungen gewachsen sein

Vor dem Kauf eines Wagenhebers sollte sich jeder fragen, für welche Einsatzzwecke er ein solches Gerät nutzen möchte. Wird er lediglich für Notfallsituationen im Falle einer Reifenpanne benötigt, reicht ein günstiger Scherenwagenheber völlig aus. Sollen damit zweimal jährlich die Räder gewechselt werden, eignet sich ein hydraulischer Rangierwagenheber deutlich besser. Ist auch der Einsatz im professionellen Bereich geplant, sollte ein komfortables und vor allem leistungsstarkes Gerät erworben werden.

Was wurde im Wagenheber Test getestet?

Ein Wagenheber ist sowohl für die professionelle Werkstatt als auch für den Hobbybastler ein unentbehrlicher Helfer. Das Angebot an unterschiedlichen Modellen ist groß und kaum überschaubar. Deshalb wollten wir durch unseren Test herausfinden, welcher Wagenheber sich am besten für den jeweiligen Einsatzzweck eignet. Wichtige Kriterien waren für uns die Handhabung, der Funktionsumfang und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur durch einen objektiven Vergleich kann ein Interessent den für seine Anforderungen geeigneten Wagenheber heraussuchen, um auch den richtigen zu kaufen.

Wir nahmen die Geräte hinsichtlich der Verarbeitungsqualität und der Handhabung genau unter die Lupe. Wichtige Leistungsdaten, wie Hubhöhe und Hubkraft ermittelten wir sorgfältig. Zwischen den einzelnen Geräten traten erwartungsgemäß einige Unterschiede auf. Wider Erwarten war unser Testsieger nicht das teuerste Modell.

Wagenheber-Test Kriterien

Qualität und Verarbeitung

Wir nahmen jeden Wagenheber zunächst in Augenschein. Dabei stellten wir fest, dass bei einigen Geräten die Schweißnähte sehr laienhaft aussahen. Bei einigen günstigen Modellen fehlte in einigen Bereichen auch die Lackierung, sodass Korrosion zu befürchten war. Bei den etwas teureren Wagenhebern konnten wir solche Verarbeitungsmängel nicht feststellen.

Ein wichtiges Qualitätskriterium ist die Breite der Laufrollen. Je breiter die Laufrollen sind, desto leichter lässt sich eine schwere Last rangieren.

Ausstattung und Funktionen

Zur Ausstattung eines Wagenhebers gehört ein Hebel zum Betätigen der Hydraulikpumpe und zum Rangieren. Bei einigen hochwertigen Geräten waren die Hebel mit gummierten Griffen versehen. Das ist bei häufiger Nutzung ein großer Vorteil.

Ein weiteres wichtiges Ausstattungsmerkmal ist der Aufnahmeteller. Dieser sollte möglichst groß sein, damit beim Anheben des Fahrzeugs keine Schäden an der Karosserie auftreten. Im Lieferumfang einiger von uns getesteten Wagenheber befanden sich Gummiauflagen für die Aufnahmeteller.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören die Hubkraft sowie die Hubhöhe. Die Hubkraft lag bei nahezu allen Wagenhebern bei zwei Tonnen. Unterschiede traten bei der Hubhöhe auf. Bei einigen Modellen war das Unterlegen eines Holzstücks erforderlich, um das Fahrzeug ausreichend hochzuheben.

Handhabung und Komfort

Unitec 10008 im TestDie Handhabung unterscheidet sich bei den einzelnen Geräten nur geringfügig. Auffallend war, dass einige Wagenheber sehr kurz waren. Dadurch bestand bei der Betätigung der Pumpe die Gefahr, dass die Karosserie mit dem Pumpenhebel verkratzt wurde. Bei der Arbeit mussten wir sorgfältig vorgehen.

Beim Ablassen eines aufgebockten Fahrzeugs gab es ebenfalls Unterschiede. Bei einigen Wagenhebern ließ sich das Ablassventil nicht dosieren. Das Fahrzeug sackte schnell herunter.

Sicherheit

Die Sicherheit war bei allen Wagenhebern in unserem Test gegeben. Es gab kein Modell, bei dem Sicherheitsmängel offensichtlich waren. Alle Wagenheber waren mit dem TÜV- und dem GS-Zeichen versehen. Bei der Arbeit mit den Geräten hatten wir zu keiner Zeit irgendwelche Sicherheitsbedenken.

Bekannte und günstige Hersteller

Unitec

Die Wagenheber des Herstellers Unitec zeichnen sich insbesondere durch den geringen Anschaffungspreis aus. Die Geräte sind mit den nötigsten Funktionen ausgestattet und weisen mitunter leichte Verarbeitungsmängel hinsichtlich der Lackierung auf. Trotzdem schaffte es der von uns getestete Wagenheber auf unsere Bestenliste. Die Wagenheber von Unitec eignen sich nämlich für alle, die ihn ausschließlich zum Reifenwechsel im Frühling sowie im Herbst benötigen.

Mannesmann

Mannesmann gehört ebenfalls zu den Herstellern preiswerter Wagenheber. Die Geräte sind äußerst stabil und leicht zu bedienen. Sowohl die Hubkraft als auch die Hubhöhe sind bei diesen Wagenhebern völlig ausreichend. Sie eignen sich ebenfalls hervorragend für den gelegentlichen Einsatz.

Güde

Der Hersteller Güde ist bekannt für die Produktion hochwertiger Werkzeuge zu geringen Preisen. Der in unserem Vergleich benutzte Wagenheber dieses Herstellers überzeugte uns in nahezu allen Bereichen. Er wies eine deutlich größere Hubhöhe auf. Sie reichte sogar aus, um einen Geländewagen mit großer Bodenfreiheit ausreichend hochzuheben, um die Räder zu wechseln.

Kunzer

Die Wagenheber von Kunzer zeichnen sich durch ihre längere Bauform aus. Dadurch erhöht sich der Abstand zwischen der Fahrzeugkarosserie und dem Pumpenhebel. Bei der Arbeit besteht deshalb keine Gefahr, dass der Lack des Fahrzeugs durch den Hebel beschädigt wird. Die Wagenheber von Kunzer eignen sich nicht nur für den Hobbyanwender, sondern auch für den professionellen Einsatz in einer Kfz-Werkstatt.

Rodcraft

Bei unserem Praxistest kam auch ein Wagenheber der Marke Rodcraft zum Einsatz. Dieser wird zu einem relativ geringen Preis angeboten. Er ist für den professionellen Einsatz bestens geeignet. Dank der besonders breiten Bauweise eignet er sich zum mühelosen Rangieren schwerer Lasten. Er ist leicht zu bedienen und erfüllt alle professionellen Ansprüche.

Vorteile

  • Ein einfach zu bedienender Wagenheber erleichtert die Arbeit.
  • Keine besonderen Fachkenntnisse zur Nutzung erforderlich.
  • Jedes Fahrzeug lässt sich sicher aufbocken
  • Ein eigener Wagenheber erspart Werkstattkosten.
  • Hoher Nutzwert bei geringen Anschaffungskosten.

Nachteile

  • Zum Rangieren eignen sich nur teurere Wagenheber

Wo kaufe ich am besten meinen Wagenheber günstig?

Cartrend 7740014 im TestIn jedem Baumarkt werden Wagenheber angeboten. Die Auswahl an verschiedenen Fabrikaten ist dort allerdings begrenzt. Die Beratungsfähigkeiten der Verkäufer sind auch nicht immer optimal. In vielen Fällen werden die Verkäufer von der Geschäftsleitung angehalten, Ladenhüter zu verkaufen. Deshalb ist es nicht immer ratsam, dort einen Wagenheber zu kaufen.

Sehr viel umfangreicher sind die Angebote im Internet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Onlinehändler, die auch günstige Wagenheber anbieten. Versandkosten fallen meistens nicht an. Ein großer Vorteil beim Onlinekauf besteht darin, sich zuvor in aller Ruhe einen Überblick zu verschaffen. Es können Testberichte und Bestenlisten zurate gezogen werden. Erst danach empfiehlt es sich, einen geeigneten Wagenheber zu kaufen.

Alle Testsieger und Testberichte im Vergleich

Wir haben bei unserem Test unterschiedliche Modelle ausführlich getestet. Alle relevanten Daten fassten wir in Form eines Testberichts zusammen. Diese Berichte unterzogen wir hinterher einem Vergleich, um einen Testsieger zu ermitteln. Anschließend verglichen wir unsere Erfahrungen mit denen anderer Testinstitute. Auf diese Weise erhielten wir einen objektiven Eindruck von den Wagenhebern.

Testberichte der Stiftung Warentest

Der von uns durchgeführte Praxistest unterschied sich in einigen Punkten von den Tests, die von der Stiftung Warentest durchgeführt wurden. Der Schwerpunkt lag bei uns eher auf der praktischen Anwendung. Die Stiftung Warentest hingegen hatte Möglichkeiten, die Haltbarkeit sowie den Verschleiß der Wagenheber genauer zu testen. Trotzdem gab es bei den Testergebnissen viele Gemeinsamkeiten. Der Wagenheber, den die Stiftung Warentest am besten bewertete, war auch unser Testsieger.

Fünf Gründe für den Test von Wagenhebern

    Einhell BT-TJ 2000 im Test
  • Jeder, der sich einen Wagenheber kaufen möchte, sollte nicht den erst Besten nehmen.
  • Ein unabhängiger Test gibt Aufschluss über das Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • In einem Praxistest stellt sich heraus, welcher Wagenheber für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet ist.
  • Durch Recherchen in Testberichten und Bestenlisten lassen sich Fehlkäufe vermeiden.
  • Bei einem Test werden Qualitätsmängel offensichtlich.

Checkliste für den Kauf eines Wagenhebers

– Für welche Arbeiten wird ein Wagenheber benötigt?
– Wie häufig wird er eingesetzt?
– Wie schwer sind die Fahrzeuge, die angehoben werden müssen?
– Soll ein Wagenheber im Kofferraum mitgeführt werden?
– Wird das Gerät nur privat oder auch professionell genutzt?
– Müssen auch tiefer gelegte Fahrzeuge aufgebockt werden?
– Werden Fahrzeuge mit großer Bodenfreiheit angehoben?
– Soll ein Wagenheber nur zum Anheben oder auch zum Rangieren genutzt werden?